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Ich bin freischaffende Illustratorin mit einer Vorliebe für Moccajoghurt, schöne Bücher, Sonne auf dem Balkon, Himbeeren direkt vom Strauch, Föhnstürme und Obstgärten und einer Abneigung gegen lauwarmen Tee, verkochtes Gemüse und grosse Hausspinnen.

Ich wurde 1972 als jüngstes von drei Kindern in Bern geboren. Wir wohnten zunächst auf dem Belpberg (ich erinnere mich an den Teich im Garten und daran, dass die Fische darin sprechen konnten. Ich erinnere mich an die Laube, und aus unerfindlichen Gründen an ein gelbes Tupperware aus Hartplastik), danach zogen wir nach Kerzers (der beste Dachboden überhaupt) und dann nach Bern (Freiheit! Grossstadt!), wo ich das Gymnasium besuchte, Tage und Nächte in der Dunkelkammer verbrachte und in der Aare schwamm.
Mit zwanzig zog ich nach Basel, um Kunstgeschichte und Germanistik zu studieren (nein, im Rhein zu schwimmen ist nicht dasselbe, dafür kann man hier jederzeit mit dem Fahrrad über die Grenze fahren). Mit zweiundzwanzig ging ich für ein Jahr nach Berlin, wo ich das Theater kennenlernte. Zurück in Basel schmiss ich mein Studium, besuchte eine Fotoschule, arbeitete bei KLARA Theaterproduktionen und in der Ateliergemeinschaft kraut&zucker, dann bei iart (wo ich von Buchhaltung über Projektcontrolling, Personaladministration und Mitglied der Geschäftsleitung so ziemlich alles machte), gründete eine Familie und besuchte schliesslich die Schule für Kunst und Design Zürich SKDZ, wo ich 2019 mein Studium der Illustration mit einem Bilderbuch abschloss.
Ein Bilderbuch zu machen, bedeutet Geschichten zu finden, bedeutet viel Zeit, Unsicherheit, Umwege und Glücksgefühle. Illustration bedeutet Musik, Leim und dreckige Finger. Ich war immer schon eine Sammlerin, nun schöpfe ich aus einem grossen Fundus an Stoffen, Papierschnipseln, verlorenen Gegenständen - und bitte den Zufall nicht vergessen.
Ich arbeite am liebsten mit verschiedensten Drucktechniken, Collage, Frottage, aber auch mit Farbstiften und Tusche, experimentiere mit unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Und ich liebe die Verbindung von Text und Bild, die verschiedenen Ebenen, die jede gute Geschichte hat. Charaktere zu finden, ihre Besonderheiten und Schrullen zu entdecken und schliesslich darzustellen und zu erzählen, ist ein unglaublicher Prozess, bei dem Text und Bild sich immer wieder gegenseitig beeinflussen.

Mein Abschlussprojekt „Der Wal im Garten“ wird im Frühjahr 2021 beim Mannheimer Verlag „Kunstanstifter“ erscheinen. Das zweite Bilderbuch ist im Entstehen, es handelt von einem kurzsichtigen, aber weitherzigen Mädchen und einem alten, lebensmüden Hund.

Neben der Arbeit am Bilderbuch illustriere ich alles Mögliche mit viel Liebe zum Detail und sorgfältiger Recherche. Ich würde mich freuen, auch Ihr Projekt mitzugestalten, sei es im Bereich Buchillustration oder auch in Editorial, Szenographie, Produktgestaltung uvm.

 

© 2020 sabine rufener

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